Donnerstag, 21. Juni 2012

Pflege: Private Krankenversicherer werden förderfähige Zusatzvorsorge anbieten

Pflege: Private Krankenversicherer werden förderfähige Zusatzvorsorge anbieten 

Anlässlich der Mitgliederversammlung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung erklärt dessen Vorsitzender, Reinhold Schulte: 

„Die Private Krankenversicherung ist zur tatkräftigen Mitwirkung bereit, um den Schutz der Bürger vor finanzieller Überforderung im Pflegefall zu verstärken. 

Die Unternehmen prüfen bereits, welche preislich attraktiven Produkte im Rahmen der geplanten Förderkriterien möglich sind. 

Der Beschluss der Regierungskoalition, die Bürger beim Aufbau einer zusätzlichen privaten Pflegevorsorge zu unterstützen, ist eine richtige Weichenstellung. Angesichts der demografischen Herausforderungen ist es höchste Zeit, jetzt den Schalter umzulegen und durch den Einstieg in mehr Kapitaldeckung die Pflege auch in der Zukunft zu sichern. 

Für die Wirksamkeit der neuen Pflegevorsorge kommt es nun entscheidend darauf an, dass die organisatorischen Rahmenbedingungen stimmen. 

Die Förderung des Versicherungsschutzes ist mit sozialpolitischen Bedingungen verknüpft, wobei die vorgesehene Förderung in Höhe von 5 Euro pro Person und Monat sehr knapp bemessen ist. 

Andererseits ist auch die Notwendigkeit einer nachhaltigen Konsolidierung der Staatsfinanzen
anzuerkennen, so dass staatlichen Leistungsausgaben enge Grenzen gesetzt sind. 

Umso wichtiger sind nun praktikable Rahmenbedingungen, die einen verlässlichen Leistungsumfang der Pflegevorsorge sicherstellen, ohne unnötige und teure bürokratische Verfahren auszulösen. 

Nur dann wird die geplante Förderung einen wirksamen Anreiz zur besseren Absicherung des Pflegerisikos setzen können."

1 Kommentar:

  1. Der Ausbau der privaten Absicherung ist natürlich wichtig, allerdings muss man auch darauf achten, dass die jetzige Förderung ein Herzensanliegen der FPD war, die ja für reine Klientelpolitik bekannt ist. Die Versicherungsgesellschaften bieten solche Produkte ja nicht aus reiner Menschenliebe an, sondern um damit (eine ganze Menge) Geld zu verdienen. Und dabei hilft die FDP gerne. Karl Lauterbach von der SPD warnt deshalb auch schon vor den neuen Billigtarifen, die später teuer werden. Wir werden sehen müssen, wie sich das Ganze entwickelt. Derzeit decken die 5 Euro wahrscheinlich gerade mal die Verwaltungskosten für die Beantragung und Bearbeitung der Förderung.

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